Vermisster Sonnenschein

Der Sonnenschein wird vermisst, bitte komm bald zurück. Ich habe nur Erinnerungen an dich. Mir ist klar, ich brauche dich und dein Licht. Ich vermisse dich. Meine Augen können nur sehen, wenn du in der Nähe bist. Ich kann nicht von dir lassen. Deine Ausstrahlung ist warm und liebevoll und einfach wunderbar. Ich sehne mich ans Meer, wo Du auf den Sand scheinst. Deine Berührungen stellen mich ruhig und ich fühl mich wohl. 

Die helle Ausstrahlung deiner Augen zieht mich in den Bann. Schau mir tief in die Augen und sag mir, was du darin siehst! Unser Schiff liegt im Hafen, wirbelnd, will jederzeit weg von hier. Doch bleiben wir, weil es uns hier gefällt. Wir gehen aufs Schiff und klettern bis zur Spitze des Mastes. Wir fühlen uns frei. Ich umarme dich und lehne mich an deine Schulter, schließe die Augen und fühle ein tiefes Vertrauen zu dir. Wenn ich fallen sollte, weiß ich, dass du da bist und mir deine Hand reichst, damit ich wieder aufstehen und den Weg mit dir gemeinsam gehen kann. Ich umarme dich ganz fest und du sprichst zu mir: Alles wird gut. Wir schaffen das gemeinsam. 

Ich gebe dir Küsse auf die Stirn, halte deine zarten Hände und wir springen ins kalte Wasser des Lebens. Wir wissen nicht, was uns erwartet und sind dennoch neugierig, was geschehen wird. Es stehen uns wunderbare Tage bevor. Wenn wir uns sehen, leuchtet die Sonne in meinem Herzen und Du bist der Sinn meines Lebens!!! Oh, vermisster Sonnenschein, ich liebe dich. Wo bist Du nur gewesen all die Jahre? Die Zeichen sind klar zu erkennen. Ohne dich ist es dunkel. Doch mit dir leuchte ich heller.

Du bist mein ein alles!!!!

©Hr. Hariri

Neues aus dem Fotolabor II

Im letzten Jahr hatten zwei unserer Teilnehmer*innen einfach mal Lust, sich die Kamera zu schnappen und in unseren Garten zu ziehen, um dort ein paar Fotos von den herrlichen Blüten zu machen. Wie es der Zufall so wollte, entdeckten sie sogleich eine Sonnenblume… auf die auch schon einige Hummeln aufmerksam geworden waren… fleißige Insekten bei der recht zügigen Verrichtung ihrer Arbeit… weshalb es galt, möglichst schnell zu fotografieren und keinerlei Zeit zu verschwenden, um die Kamera korrekt einzustellen. Ein Schnellschuss eben, bevor die Hummeln hurtig zur nächsten Blüte aufbrechen…

Manchmal gelingt so ein Bild! Der Schnappschuss ist gestochen scharf, der Ausschnitt genau richtig – nur die Belichtung ist ein wenig zu hell geraten. Doch hier kommt jetzt die Bildbearbeitung ins Spiel. Das Original ist nicht nur zu hell, es fehlt auch Kontrast und die Farben sind zu wenig gesättigt: Die feinen Strukturen von Flora und Fauna sind leider kaum sichtbar. Lädt man das Bild nun in den sogenannten RAW Konverter und drückt für die Korrekturen, wie beispielsweise den Weißabgleich, einfach auf „Automatisch“, kommt allerdings ein eher dunkles und viel zu kühles Bild heraus.

Wenn ein annähernd realistisches Bild gewünscht ist, müsste der eine oder andere Regler also durchaus individuell betätigt werden, natürlich immer ganz nach Geschmack. Und mit ein paar Einstellungsebenen und weiteren kleineren Korrekturen sieht das Foto schließlich auch schon sehr ansehnlich aus.

Bis hierhin sind die Grundsätze der Bildbearbeitung bereits befriedigend erfüllt. Doch richtig spannend wird es ja immer erst dann, wenn man nach dem Pflichtteil noch eine Kür folgen lässt. Jetzt kann schließlich noch die eine oder andere kreative Variante erstellt werden, zum Beispiel eine Version in Schwarz-Weiß. Hierbei sollte man allerdings nicht nur die Farbe per Knopfdruck rausziehen, das sieht in der Regel lau und langweilig aus. In manueller Handarbeit, gerne mit Silver Efex Pro aus der NIK Collection aber auch mit Photoshop, lassen sich jedoch sehr gute Ergebnisse erzielen.

Zu guter Letzt lässt sich mit verschiedenen Einstellungsebenen und diversen Filtern auch noch ein gänzlich anderer Look ausprobieren. Es empfiehlt sich, die Bildvarianten anschließend etwas ruhen zu lassen, um die Ergebnisse später noch einmal frisch wirken zu lassen: Welche Version könnte der Favorit sein? Entstehen bei der erneuten Betrachtung vielleicht noch ein paar weitere Ideen?

Manchmal braucht es durchaus etwas Zeit, um zu einem guten Bild zu gelangen. Im Falle unseres Blütenbildes, einem Schnappschuss aus dem vergangenen Jahr, hat es sich gelohnt, ein fast vergessenes Foto noch einmal aus der Schublade zu ziehen.

©Foto/ Text: Köhler/ Brem

(M)ein Kiez III

#AktionsRaumOnTour – Teil 3

Herr Zarei und ich machten uns mal wieder auf die Suche nach spannenden Orten im Kiez. Und diesmal wählten wir das Sowjetische Ehrenmal der Schönholzer Heide in Pankow aus. Von 1947 bis 49 von der Sowjetischen Militäradministration errichtet, gedenkt das Ehrenmal den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee, von denen über 13.200 auch hier bestattet sind.

Im Anschluss an unseren Besuch schildert mir Herr Zarei seine Eindrücke, der Ort hinterlässt durchaus gemischte Gefühle. Hier lägen schließlich viele Soldaten begraben, man sähe die Gräber und zahlreiche Tafeln mit russischer Innschrift. Es sei zwar ein sehr ruhiger Ort, an dem man gut seine Gedanken verfolgen könne… und die Vögel zwitschern dazu, da ja nun endlich Frühling sei. Dennoch wirke alles auch reichlich düster, bedrückend und traurig. Kurzum: „Scheiß Geister hier!“

Herr Zarei würde das Ehrenmal nicht noch einmal besichtigen und deswegen nicht weiterempfehlen… vielleicht nur um die Bäume zu besuchen, die hier in Reih und Glied gepflanzt wurden. Woanders genossen wir anschließend gemeinsam die Frühlingssonne

©Text/ Fotos: S.Konaretzki / H.Zarei